Wahlprogramm der CDU Altstadt

 

 

 

UNSERE ALTSTADT

 

Politik ist in Zeiten knapper Kassen eine besondere Herausforderung. Das gilt in besonderem Maße für Kommunalpolitik. Grundsätzlich müssen wir auch in Münster stärker zwi­schen Wünschenswertem und Machbarem unterscheiden. Dieses Programm orientiert sich an diesem Grundsatz. Es beschränkt sich auf die Punkte, die ehrlicherweise auf Ortsunions-Ebene auch beeinfluss­bar sind. Es lädt aber auch gleichzeitig alle Bewohner der Altstadt ein, mitzureden und ihre Meinung hierzu einzubringen. Mitreden geht ganz einfach unter www.wir-reden-mit.de.

 

1. BEWOHNER VOR BESUCHER

Die Altstadt ist ein Ort des Wohnens und des Lebens und aber auch für viele Menschen ein Ort des Einkaufens und Ausgehens. In den vergangenen Monaten ist es immer wieder zu Kollisionen zwischen den Interessen der Bewohner und der Besucher der Altstadt gekommen, wenn die Feierlaune zur Ruhestörung wurde. Überall dort, wo sich diese konkurrierenden Interessen nicht mehr von selbst ins Gleichgewicht bringen lassen, stehen wir für die klare Linie: „Der Gast ist König – solange er sich wie ein Gast verhält!“ Für den "Wohnort Altstadt" soll man sich mit guten Gewissen entschieden haben.

 

Natürlich ist auch klar, dass es eine lebendige Altstadt auch nur gibt, wenn sie als gastlicher Raum wahrgenommen wird. Das bedeutet, dass die Menschen, die sich für die Altstadt entscheiden wissen müssen, dass sie nicht die Vorteile des Charmes der Altstadt und einer zentralen Innenstadtlage genießen können und gleichzeitig die Ruhe von Vorstadt-Siedlungen erwarten können. Diesen Spagat gilt es sensibel zu bewältigen.

2. UNSERE ALTSTADT SOLL SAUBERER UND SICHERER WERDEN

Es gibt keinen Mangel an Regeln, wohl aber manchmal immer noch an der Überwachung der Einhaltung bestehender Regeln. Wir werden uns daher dafür einsetzen, dass der "Service- und Ordnungsdienst" in der Altstadt erweitert wird. Die größeren Abfallbehälter in den Fußgängerzonen haben ebenfalls zu einer deutlichen Verbesserung der Sauberkeit geführt diese wollen wir an weiteren neuralgischen Stellen aufstellen lassen.


Zu einer schönen Altstadt gehört auch ein erhöhtes Sicherheitsgefühl. In den vergangenen Monaten haben sich die Berichte über Körperverletzungen und Pöbeleien in der Altstadt gehäuft. Die CDU Altstadt wird sich für eine stärkere Präsenz der Polizei in den Abendstunden im Stadtbild einsetzen und auf die Erarbeitung von Lösungskonzepten im kriminalpräventiven Rat drängen. Außerdem unterstützen wir die Erweiterung der Polizeiwache am Alten Steinweg und damit Ihre dauerhafte Sicherung an diesem Standort.

 

3. UNSERE ALTSTADT SOLL (NOCH) SCHÖNER WERDEN

Münster ist eine Stadt mit überdurchschnittlich vielen Grünflächen. Dennoch setzt sich die CDU Altstadt dafür ein, noch mehr Bäume, Sträucher und Pflanzbeete in der Innenstadt zu platzieren. Hierzu regen wir an, an der Aa einen Naturlehrpfad einzurichten. Um gleichzeitig die Aa in ihrem Innenstadtverlauf noch besser erlebbar zu machen, begrüßen und stützen wir in diesem Zusammenhang ausdrücklich unbürokratisch ge­förderte private Initiativen, wie beispielsweise den Umbau der Spiekerhof-Aabrücke.

 

Wir setzen uns außerdem weiter dafür ein, die Altstadt als öffentlichen Kunstraum intensiver erlebbar zu machen. Dazu gehört für uns Kunstwerke in der Innenstadt angemessen zu kennzeichnen. Die erfolgreichen Übernahme von Kunstwerk-Patenschaften zur Pflege und Erhalt durch Private hat gezeigt, wie viel bürgerschaftliches Engagement gerade im kulturellen Bereich vorhanden ist. Wir setzen uns dafür ein, dass man, ähnlich wie in Prag, Bodenwegweiser entwickeln sollte, um einen Skulpturenweg aufzuzeichnen.

 

Das Lotharinger Kloster wurde zum Standesamt umgebaut und erfreut sich größter Beliebtheit. Doch leider bleibt für die Paare und deren Gäste für die anschließende Gratulation kein Platz. Alles muss sich unmittelbar vor dem Kloster auf der Straße abspielen. Für Gäste und Brautpaare ist das ein nicht haltbarere Zustand, insbesondere bei schlechtem Wetter. Daher streben wir eine Lösung an, die die hinter dem Kloster liegenden Flächen mit einbezieht. Unter anderem empfehlen wir die Schaffung eines Klostergartens mit der Möglichkeit, auch bei schlechtem Wetter genutzt zu werden. Zur weiteren Aufwertung der Straße bietet sich an, diese als Hochzeitsstrasse zu entwickeln, in der Brautpaare und Gäste alles rund um eine Hochzeit finden können.

 

4. DIE ALTSTADT – WOHLFÜHLORT FÜR JUNG UND ALT

In der Altstadt wohnen zahlreiche Kinder und in die Altstadt zieht es Familien mit Kindern zum Einkauf. Alle wollen mit Spielflächen versorgt werden. Maxisand und Maxiturm sind eine Möglichkeit, doch gibt es weiterhin Bedarf an gut nutzbaren Spielflächen. Daher setzen wir uns dafür ein, dass innerhalb des Promenadengürtels Spielplätze attraktiv gestaltet werden, z.B. kann der bisher versteckte Spielplatz am Servatiihochhaus deutlich mehr in den wahrnehmbaren Bereich der Promenade gerückt werden. Spielen ist nicht nur etwas für Kinder. Daher sollten auch weitere Spielflächen für Erwachsene, wie etwa Schach oder Bouleplätze, wie zum Beispiel schon an der Engelenschanze, geschaffen werden.

 

Für Grundschüler gilt der Grundsatz: Kurze Beine – Kurze Wege. Daher setzen wir uns auch weiterhin für den dauerhaften Erhalt von zwei Grundschulen innerhalb der Promenade ein. Dies gilt auch mit Blick auf die Berufspendler, die in der Stadt wohnen und so die Gelegenheit haben, Betreuungsplätze wenn schon nicht vor der Haustür, dann doch vielleicht vor der Bürotür vorzufinden.

 

In den Sommermonaten zeigt sich, dass ein großer Bedarf an nutzbaren Spielflächen für Jugendliche nachgefragt wird. Hier bietet sich die jetzt schon genutzte Westerholtsche Wiese an. Durch Aufstellen von Toren lassen sich hier leicht ein oder zwei Fußballfelder entwickeln.

 

5. ALTSTADT 2020

Nachdem die vergangenen Jahre riesige Entwicklungsschritte für die Innenstadt mit sich gebracht haben – Entwicklung des Kreativkais, Bau der Aaseeterrassen, Bebauung der Stubengasse und des Hanse-Karees, Neugestaltung des Grundstücks mit Neubau eines Parkhauses neben dem Kiffe-Pavillion, Diskussionen und schließlich Ablehnung in der Bevölkerung für die Großprojekte Musikhalle und Ludgeri-Tiefgarage, scheint nun zumindest mit der Verkehrswegesanierung des Hauptbahnhofs ein Schlusspunkt bei diesem städtebaulichen Entwicklungsmarathon erreicht zu sein.

Wenngleich ein kurzes Durchatmen sicher auch der Stadt gut tut, so darf doch die weitere visionäre Entwicklung der Altstadt Münsters dabei nicht auf der Strecke bleiben. Die CDU Altstadt wird daher noch in diesem Jahr ein Diskussionsforum „Altstadt 2020“ in die Wege leiten, mit dem Ziel im basisdemokratischer Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern der Altstadt die nächsten Entwicklungsschritte zu besprechen, Ideen zu sammeln und die weitere Entwicklung der Altstadt „von unten“ mitzugestalten.



Hierbei könnten unter anderem folgende Punkte zur Sprache kommen:

 

 

a)    Die Wegeverbindung vom Schloss zum Aasee durch Gestaltung aufzuwerten und als durchgängige Wegstrecke der Erholung zu begreifen. Dazu gehört auch eine sinnvolle Folgenutzung des Geländes am alten Lindenhof. Denn durch die Aufwertung der Aaseeterrassen hat auch dieser Weg als strategische stadtplanerische Wegebeziehung an Bedeutung gewonnen.

 

b)    Die Wegebeziehung von der Altstadt zum Schloss ist in ihrer Attraktivität deutlich unterentwickelt. Dabei stellt sie nicht nur in der Adventszeit, wenn der Hindenburgplatz zum größten Busparkplatz der Republik wird, einen der wichtigsten Eingänge in die Altstadt dar. Wir setzen uns daher für eine gestalterische Aufwertung und gegebenenfalls Neuordnung der Wegebeziehungen ein. In diesem Zusammenhang wird auch über die Querung des Hindenburgplatzes selbst und der Aufhebung der trennenden Wirkung der vier Straßenspuren zu reden sein. Wir regen an, den stillgelegten Fussgängertunnel unter dem Hindenburgplatz als dauerhaftes Forum für junge Kunst z.B. der Kunstakademie zur Verfügung zu stellen.

 

c)    Die Einkaufsstraßen Salz- und Ludgeristraße als die ersten Fussgängerzonen der Stadt sind mittlerweile gestalterisch und in Hinsicht auf ihrer Aufenthaltqualität in die Jahre gekommen. Wir setzen uns dafür ein, dass beide Einkaufsstraßen für Kunden, Kinder und Kaufleute attraktiver werden, in dem moderne Stadt- und Spielmöbel und eine aufwändigere Bepflanzung, gerne in Kooperation mit den Anliegern der beiden Straßen, angedacht wird. Auch wollen wir uns dafür einsetzen, dass das Stadttor Ost, der Eingang der Salzstrasse am Servatiiplatz realisiert wird.

 

d)    Einführung eines Parkleitsystems, das diesen Namen auch verdient und in der Lage ist, Verkehrsströme zu leiten, das heißt den schnellsten Weg zum nächsten freien Parkplatz aufzuweisen, statt – wie aktuell – lediglich die Belegungszahlen anzuzeigen.


 

Kommentar schreiben
CDU Deutschlands CDU-Mitgliedernetz Online spenden Deutscher Bundestag
Angela Merkel CDU.TV Newsletter CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Hermann Gröhe Angela Merkel bei Facebook Hermann Gröhe bei Facebook
© Ortsunion Münster-Altstadt  | Startseite | Impressum | Kontakt | Inhaltsverzeichnis | Realisation: Sharkness Media | 0.33 sec. | 11595 Besucher